Anorgasmie und Ejakulationsstörungen sind nicht dasselbe. Medikamente, Nerven, Hormone, Empfindung und psychische Faktoren können eine Rolle spielen.
Was ist Anorgasmie?
Anorgasmie bezeichnet einen deutlich verzögerten oder ausbleibenden Orgasmus trotz ausreichender Stimulation. Orgasmus und Ejakulation sind nicht identisch; eine Ejakulation kann ohne deutliches Orgasmusgefühl auftreten und umgekehrt.
Mögliche Ursachen
Die Störung kann lebenslang bestehen oder später auftreten. Antidepressiva und andere Medikamente, Diabetes, neurologische Erkrankungen, hormonelle Störungen, Operationen im Becken, verminderte Sensibilität, Angst und Beziehungsfaktoren können beteiligt sein.
Abklärung
Besprochen werden Verlangen, Erregung, Erektion, Ejakulation, Medikamente, Vorerkrankungen und Unterschiede zwischen partnerschaftlicher und alleiniger sexueller Aktivität. Je nach Befund folgen körperliche Untersuchung und ausgewählte Laboruntersuchungen.
Behandlung und Grenzen
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache. Medikamente sollten nicht eigenständig abgesetzt werden. Bei psychischen oder partnerschaftlichen Faktoren kann geeignete Beratung helfen. Eine einzelne, für alle Männer wirksame Methode gibt es nicht.
Wann ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll?
Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Diagnose, Untersuchung oder individuelle ärztliche Beratung. Neue, wiederkehrende oder beunruhigende Beschwerden sollten fachärztlich abgeklärt werden.
Quellen1 Quelle
European Association of Urology · 2026
EAU Guidelines on Sexual and Reproductive Health: Disorders of Ejaculation