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Männliche Unfruchtbarkeit lässt sich nicht anhand einer einzelnen Spermienzahl beurteilen. Entscheidend ist das Gesamtbild aus Kinderwunsch- und Krankengeschichte, körperlicher Untersuchung, Spermiogramm und gezielt ausgewählten Zusatzuntersuchungen. Da die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft von beiden Partnern abhängt, sollten Mann und Frau möglichst parallel untersucht werden. Ein auffälliges Spermiogramm bedeutet nicht automatisch, dass eine natürliche Schwangerschaft ausgeschlossen ist; ein unauffälliges Ergebnis schließt umgekehrt nicht jede männliche Ursache aus.
Was bedeutet männliche Unfruchtbarkeit?
Von Infertilität wird üblicherweise gesprochen, wenn trotz regelmäßigen ungeschützten Geschlechtsverkehrs innerhalb von zwölf Monaten keine Schwangerschaft eingetreten ist. Diese Definition sagt nicht aus, bei welchem Partner die Ursache liegt.
Bei unerfülltem Kinderwunsch können:
- männliche Faktoren,
- weibliche Faktoren,
- Faktoren bei beiden Partnern oder
- trotz Untersuchung nicht eindeutig erklärbare Ursachen
beteiligt sein.
Auch „männliche Infertilität“ bezeichnet keine einzelne Krankheit. Möglich sind unter anderem eine eingeschränkte Spermienproduktion, ein Verschluss der ableitenden Samenwege, hormonelle oder genetische Ursachen sowie Erektions- oder Ejakulationsstörungen.
Verursacht männliche Unfruchtbarkeit Beschwerden?
Häufig nicht. Ein Mann kann sich gesund fühlen, eine normale Libido, Erektion und Ejakulation haben und dennoch Veränderungen im Spermiogramm aufweisen. Sexuelle Leistungsfähigkeit und Fruchtbarkeit sind deshalb nicht dasselbe.
Hinweise, die im Zusammenhang mit einer Fertilitätsabklärung relevant sein können, sind beispielsweise:
- auffällige Größe oder Asymmetrie der Hoden,
- tastbare erweiterte Venen am Hodensack,
- Hodenbeschwerden oder Schweregefühl,
- Erektions- oder Ejakulationsprobleme,
- auffällig geringe Ejakulatmenge oder fehlender Samenerguss,
- verminderte Libido,
- Zeichen einer hormonellen Störung wie Gynäkomastie oder veränderte Körperbehaarung,
- ein früherer Hodenhochstand,
- Operationen an Hoden, Leiste, Prostata oder Becken.
Keines dieser Zeichen beweist allein eine Fertilitätsstörung. Umgekehrt schließt Beschwerdefreiheit eine solche nicht aus.
Wann sollte die Abklärung beginnen?
Bei ausbleibender Schwangerschaft nach zwölf Monaten ist eine gemeinsame Abklärung des Paares sinnvoll. In bestimmten Situationen sollte früher untersucht werden, etwa bei:
- höherem Alter oder eingeschränkter ovarieller Reserve der Partnerin,
- früherem Hodenhochstand, Hodentorsion oder ausgeprägtem Hodentrauma,
- Chemotherapie oder Strahlentherapie,
- Operationen an Hoden, Leiste, Prostata oder Becken,
- vorausgegangener Vasektomie oder Verdacht auf einen Verschluss der Samenwege,
- bekannter genetischer oder hormoneller Erkrankung,
- deutlicher Erektions- oder Ejakulationsstörung,
- tastbarer Hodenveränderung oder deutlich kleinem Hoden,
- bereits bekanntem auffälligem Spermiogramm,
- Anwendung von externem Testosteron oder anabolen Steroiden,
- wiederholten Fehlgeburten in der Partnerschaft.
Der richtige Zeitpunkt richtet sich damit nicht nur nach der Dauer des Kinderwunsches, sondern nach der reproduktiven Situation beider Partner.
Welche Ursachen kommen infrage?
Störungen der Spermienproduktion
Die Bildung von Spermien kann durch unterschiedliche Faktoren beeinträchtigt werden. Dazu gehören unter anderem:
- Varikozele,
- Hodenhochstand in der Vorgeschichte,
- Entzündungen oder Verletzungen des Hodens,
- Chemo- oder Strahlentherapie,
- genetische Veränderungen,
- hormonelle Erkrankungen,
- ausgeprägte Hitze- oder Schadstoffexposition,
- bestimmte Medikamente,
- extern zugeführtes Testosteron oder Anabolika,
- Rauchen, hoher Alkoholkonsum oder andere Substanzen,
- starkes Übergewicht, Mangelernährung und einzelne chronische Erkrankungen.
Das Vorliegen eines Risikofaktors bedeutet nicht, dass eine Schwangerschaft unmöglich ist. Ausmaß und Relevanz müssen individuell beurteilt werden.
Verschlüsse der Samenwege
Spermien können im Hoden gebildet werden, aber aufgrund eines angeborenen oder erworbenen Verschlusses nicht in das Ejakulat gelangen. Mögliche Gründe sind:
- angeborenes Fehlen von Samenleitern,
- frühere Entzündungen,
- Operationen im Leisten-, Skrotal- oder Beckenbereich,
- Vasektomie,
- Verschlüsse der Ejakulationswege.
Werden im Ejakulat keine Spermien gefunden, muss deshalb zwischen einer Störung der Produktion und einer Abflussstörung unterschieden werden.
Hormonelle Ursachen
Die Spermienproduktion wird durch das Zusammenspiel von Hypothalamus, Hypophyse und Hoden gesteuert. Erkrankungen dieses Systems können die Spermatogenese beeinträchtigen.
Besonders wichtig ist extern zugeführtes Testosteron: Es kann die körpereigene hormonelle Steuerung der Hoden unterdrücken und die Spermienzahl deutlich senken; bei manchen Männern werden vorübergehend keine Spermien im Ejakulat nachgewiesen. Bei bestehendem Kinderwunsch müssen Testosteron, anabole Steroide und andere Hormonpräparate deshalb in der Anamnese offen angegeben werden. Medikamente sollten nicht eigenständig begonnen oder abgesetzt werden.
Erektions- und Ejakulationsstörungen
Auch bei normaler Spermienproduktion kann eine Schwangerschaft erschwert sein, wenn Geschlechtsverkehr oder Samenübertragung nicht ausreichend möglich sind. Dazu gehören unter anderem ausgeprägte Erektionsstörungen, ausbleibende Ejakulation oder eine retrograde Ejakulation, bei der Ejakulat in Richtung Blase gelangt.
Ungeklärte männliche Infertilität
Bei manchen Männern bleibt trotz auffälliger Samenparameter eine eindeutige Ursache offen. Das rechtfertigt nicht automatisch umfangreiche oder nicht ausreichend belegte Tests. Entscheidend ist, ob eine zusätzliche Untersuchung das weitere Vorgehen tatsächlich verändern kann.
Was wird in der Anamnese besprochen?
Zur Abklärung gehören typischerweise Fragen zu:
- Dauer des Kinderwunsches und bisher eingetretenen Schwangerschaften,
- Häufigkeit und zeitlicher Einordnung des Geschlechtsverkehrs,
- früheren Spermiogrammen und Behandlungen,
- Pubertätsentwicklung und Hodenhochstand,
- Hodenverletzung, Hodentorsion, Infektionen oder Operationen,
- Libido, Erektion und Ejakulation,
- fieberhaften Erkrankungen in der jüngeren Vergangenheit,
- chronischen Erkrankungen,
- Medikamenten, Hormonen, Testosteron, Anabolika und Nahrungsergänzungsmitteln,
- Chemo- oder Strahlentherapie,
- Rauchen, Alkohol und anderen Substanzen,
- beruflicher Hitze-, Chemikalien- oder Strahlenexposition,
- familiären Fertilitäts- oder genetischen Erkrankungen.
Ziel ist nicht, aus einem einzelnen Punkt eine Diagnose abzuleiten, sondern die tatsächlich sinnvollen Untersuchungen auszuwählen.
Was wird bei der körperlichen Untersuchung beurteilt?
Je nach Situation können unter anderem geprüft werden:
- Körperentwicklung und sekundäre Geschlechtsmerkmale,
- Lage, Größe und Konsistenz der Hoden,
- Nebenhoden und Samenleiter,
- Zeichen einer Varikozele,
- Penis und Harnröhrenöffnung,
- Hinweise auf hormonelle Störungen,
- tastbare Knoten oder Druckschmerz.
Der körperliche Befund wird zusammen mit Anamnese und Laborergebnissen interpretiert.
Was zeigt ein Spermiogramm?
Das Spermiogramm beziehungsweise die Samenanalyse ist eine der Basisuntersuchungen bei männlicher Infertilität. Je nach Labor werden insbesondere beurteilt:
- Ejakulatvolumen,
- Spermienkonzentration und Gesamtzahl,
- Beweglichkeit,
- Morphologie,
- Vitalität,
- Verflüssigung und weitere physikalische Merkmale,
- bei Bedarf weitere Zellen im Ejakulat.
Referenzwerte sind keine scharfe Grenze zwischen „fruchtbar“ und „unfruchtbar“. Ein Wert unterhalb eines Referenzbereichs kann die Wahrscheinlichkeit einer natürlichen Schwangerschaft beeinflussen, schließt sie aber nicht zwingend aus. Ebenso beweist ein unauffälliges Spermiogramm keine normale Fruchtbarkeit in jeder Hinsicht.
Wie wird eine Samenprobe abgegeben?
Die konkreten Vorgaben des untersuchenden Labors sollten beachtet werden. Dazu gehört üblicherweise eine festgelegte Zeit sexueller Abstinenz.
Wichtig sind außerdem:
- möglichst das gesamte Ejakulat im vorgesehenen Behälter auffangen,
- einen Teilverlust der Probe dem Labor mitteilen,
- keine ungeeigneten Gleitmittel, Kondome oder Behälter verwenden,
- bei Gewinnung außerhalb des Labors Transportzeit und Temperaturvorgaben beachten,
- kürzliches Fieber oder relevante Erkrankungen angeben,
- Medikamente und Hormone mitteilen.
Fehler bei Gewinnung oder Transport können das Ergebnis deutlich beeinflussen.
Reicht ein Spermiogramm aus?
Nicht immer. Samenparameter schwanken biologisch und können etwa durch Fieber, Abstinenzdauer oder Probleme bei der Probengewinnung verändert sein. Die EAU empfiehlt bei einem auffälligen Ausgangsbefund mindestens eine erneute Untersuchung unter geeigneten Bedingungen.
Wird zunächst keine Samenzelle gefunden, muss auch die Laboraufarbeitung berücksichtigt werden. Eine Azoospermie sollte nicht aus einer unzureichend untersuchten Einzelprobe abgeleitet werden.
Wann sind Hormonuntersuchungen sinnvoll?
Ein breites Hormonprofil ist nicht bei jedem Mann erforderlich. Hormonuntersuchungen kommen besonders infrage bei:
- deutlich verminderter Spermienzahl oder Azoospermie,
- verminderter Libido oder Erektionsstörung,
- kleinen Hoden,
- auffälliger Pubertätsentwicklung,
- klinischen Hinweisen auf eine hormonelle Erkrankung,
- Anwendung von Testosteron oder Anabolika.
Welche Hormone bestimmt werden, richtet sich nach dem klinischen Bild. Einzelne Laborwerte sollten nicht isoliert betrachtet werden.
Braucht jeder Mann einen Ultraschall?
Nein. Skrotaler Ultraschall und andere Bildgebung werden gezielt eingesetzt, etwa wenn:
- die körperliche Untersuchung nicht ausreichend ist,
- eine Hodenveränderung oder Raumforderung vermutet wird,
- die Hodenstruktur oder das Volumen genauer beurteilt werden soll,
- eine Varikozele in einer speziellen Situation abgeklärt wird,
- bei niedrigem Ejakulatvolumen oder Azoospermie ein Verschluss vermutet wird.
Bildgebung „zur Sicherheit“ ohne konkrete klinische Fragestellung kann Zufallsbefunde erzeugen, ohne das weitere Vorgehen sinnvoll zu verbessern.
Wann wird eine genetische Untersuchung erwogen?
Genetische Diagnostik ist vor allem bei ausgewählten Konstellationen relevant, zum Beispiel bei Azoospermie, sehr niedriger Spermienkonzentration oder angeborenem Fehlen der Samenleiter. Je nach Befund können unter anderem Chromosomenanalyse, Y-Chromosom-Mikrodeletionsdiagnostik oder eine gezielte Untersuchung auf mit fehlenden Samenleitern assoziierte Genvarianten infrage kommen.
Das Ergebnis kann nicht nur die Ursachensuche, sondern auch die Aussicht auf Spermiengewinnung und mögliche vererbbare Risiken betreffen. Deshalb kann genetische Beratung vor und nach der Diagnostik sinnvoll sein.
Ist ein Spermien-DNA-Fragmentationstest Routine?
Nein. Die Bestimmung der Spermien-DNA-Fragmentation gehört nicht bei jedem Mann zur Basisdiagnostik. Sie kann in ausgewählten Situationen erwogen werden, etwa bei wiederholten Fehlgeburten, ungeklärter Infertilität oder bestimmten Misserfolgen assistierter Reproduktion, wenn das Ergebnis eine konkrete Entscheidung beeinflussen könnte.
Der Test ersetzt kein Spermiogramm und kann eine spätere Schwangerschaft oder Lebendgeburt nicht allein vorhersagen.
Wie wird die Behandlung geplant?
Die Behandlung richtet sich nach der erkennbaren Ursache und dem gemeinsamen reproduktiven Ziel des Paares – nicht nach dem Versuch, lediglich einen einzelnen Laborwert zu erhöhen.
Mögliche Ansätze sind je nach Befund:
- Überprüfung fertilitätsrelevanter Medikamente und Expositionen,
- Veränderung beeinflussbarer Lebensstilfaktoren,
- ursachenbezogene Behandlung ausgewählter hormoneller Störungen,
- Beurteilung einer klinisch relevanten Varikozele,
- gezielte Behandlung nachgewiesener Infektionen,
- operative Behandlung bestimmter Verschlüsse,
- Abklärung von Ejakulationsstörungen,
- Gewinnung von Spermien bei entsprechender Indikation,
- assistierte Reproduktionsverfahren,
- in ausgewählten Situationen Beobachtung.
Die optimale Reihenfolge hängt auch vom Alter und der ovariellen Reserve der Partnerin sowie von Dauer und Vorgeschichte des Kinderwunsches ab.
Helfen Antioxidantien und Nahrungsergänzungsmittel?
Für zahlreiche Präparate werden Veränderungen einzelner Samenparameter beschrieben. Ein verlässlicher Nutzen für Schwangerschaft oder Lebendgeburt ist jedoch nicht für jedes Präparat oder jede Kombination belegt.
Produkte, die als „natürlich“ vermarktet werden, können außerdem problematische oder nicht deklarierte Inhaltsstoffe enthalten und die Abklärung einer behandelbaren Ursache verzögern. Nahrungsergänzungsmittel ersetzen daher keine medizinische Diagnostik.
Welche Rolle spielt der Lebensstil?
Beeinflussbare Faktoren sollten im Rahmen der Gesamtbeurteilung angesprochen werden. Dazu können gehören:
- Rauchstopp,
- Vermeidung hohen Alkoholkonsums,
- medizinisch begleitetes Beenden nicht indizierter Testosteron-/Anabolikaanwendung,
- angemessenes Körpergewicht,
- regelmäßige körperliche Aktivität,
- Reduktion ausgeprägter Hitze- oder Schadstoffexposition,
- Behandlung chronischer Erkrankungen,
- ausreichender Schlaf und ausgewogene Ernährung.
Solche Maßnahmen können die allgemeine und reproduktive Gesundheit unterstützen. Sie beseitigen jedoch strukturelle oder genetische Ursachen nicht zwangsläufig. Veränderungen im Spermiogramm treten zudem nicht innerhalb weniger Tage auf, da die Spermienbildung Zeit benötigt.
Bedeutet Infertilität sexuelle Schwäche?
Nein. Fruchtbarkeit und sexuelle Funktion sind zwei unterschiedliche Bereiche. Ein Mann mit eingeschränkter Spermienproduktion kann Libido, Erektion und Ejakulation ohne Beschwerden erleben. Umgekehrt können normale Samenparameter vorliegen, obwohl eine Erektions- oder Ejakulationsstörung die Empfängnis erschwert.
Auch Aussehen, Menge oder Konsistenz des Ejakulats erlauben keine zuverlässige Beurteilung der Spermienzahl mit bloßem Auge.
Wann sollte nicht bis zur regulären Kinderwunschabklärung gewartet werden?
Eine frühere oder dringliche Untersuchung ist insbesondere sinnvoll bei:
- neu tastbarem Knoten oder Verhärtung am Hoden,
- plötzlich starken Hodenschmerzen,
- deutlicher Veränderung von Hodengröße oder -struktur,
- wiederholtem Blut im Ejakulat,
- fehlender Ejakulation,
- laufender Anwendung von Testosteron oder Anabolika bei Kinderwunsch,
- bevorstehender Chemo- oder Strahlentherapie mit möglicher Schädigung der Fruchtbarkeit,
- Azoospermie im ersten Spermiogramm,
- wiederholten Fehlgeburten.
Plötzlich starke Hodenschmerzen sind unabhängig vom Kinderwunsch ein möglicher urologischer Notfall.
Häufige Fragen
Bedeutet eine niedrige Spermienzahl, dass ein Mann unfruchtbar ist?
Nicht zwingend. Eine niedrige Konzentration kann die Wahrscheinlichkeit einer natürlichen Schwangerschaft vermindern, ist aber keine alleinige Aussage über die gesamte Fertilität. Beweglichkeit, Gesamtzahl, Morphologie und die Situation der Partnerin sind ebenfalls relevant.
Ist beim normalen Spermiogramm eine männliche Ursache ausgeschlossen?
Nein. Ein unauffälliges Spermiogramm ist günstig, erfasst aber nicht jeden möglichen männlichen Faktor. Bei ausbleibender Schwangerschaft bleibt die Paarbeurteilung entscheidend.
Bedeutet wenig Ejakulat automatisch Infertilität?
Nein. Geringes Volumen kann unter anderem mit unvollständiger Probengewinnung, kurzer Abstinenzzeit, Ejakulationsstörungen, hormonellen Faktoren oder einem Verschluss zusammenhängen und muss im Kontext beurteilt werden.
Erhöht Testosteron die Spermienzahl?
Extern zugeführtes Testosteron kann die körpereigene Steuerung der Spermatogenese unterdrücken und die Spermienzahl deutlich verringern. Bei Kinderwunsch sollte eine Testosteronanwendung deshalb ausdrücklich mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.
Muss jede Varikozele operiert werden?
Nein. Entscheidend sind körperlicher Befund, Beschwerden, Samenparameter und die gemeinsame reproduktive Situation des Paares. Eine nur im Ultraschall sichtbare Varikozele ist keine automatische Operationsindikation.
Hinweis
Diese Seite dient der allgemeinen medizinischen Information und ersetzt keine persönliche Diagnostik oder Therapieempfehlung. Männliche Fertilität sollte nicht anhand eines einzelnen Spermiogrammwerts beurteilt werden. Hormon-, Genetik- und Bildgebungsdiagnostik werden nach klinischer Fragestellung ausgewählt. Medikamente, Testosteron, anabole Steroide oder Nahrungsergänzungsmittel sollten bei Kinderwunsch nicht eigenständig begonnen oder abgesetzt werden.

Quellen4 Quellen
2026
European Association of Urology (EAU). *Sexual and Reproductive Health Guidelines 2026 – Male Infertility*2024
American Urological Association / American Society for Reproductive Medicine. *Diagnosis and Treatment of Infertility in Men: AUA/ASRM Guideline (2020; Amended 2024).*- European Association of Urology Patient Information. *Semen samples*
- World Health Organization. *WHO laboratory manual for the examination and processing of human semen, 6th edition.*
